Tourtagebuch / tour diary – 21.-24.08. – England – 2

Beermageddon vorm GigWar das Wetter in und um London sonnig, lernen wir nach der Autofahrt endlich mal das wahre englische Wetter kennen. Es schüttet immer wieder wie aus Eimern und man ist froh, dass das Beermageddon eine Indoor-Veranstaltung ist. Und zwar eine wahnsinnig großartige! Ein ziemlich gemütlicher Country-Club, der von einer großen Wiese mit Essens- und anderen Ständen umgeben ist. Im Zentrum dann eine Bühne, deren Front bei jeder Band gut belagert ist. Egal ob Newcomer oder – wie später am Abend mit LAWNMOWER DETH – altgediente Recken. Im Gegensatz zu manch anderer Örtlichkeit scheint man hier in der Nähe von Birmingham noch richtig Bock auf Shows zu haben, wie wir etwas später auch selber feststellen können, als wir die Bühne entern und uns für diese englischen Freaks (im allerpositivsten Sinne) wahrlich den Arsch abspielen. Man stachelt sich gegenseitig an, alles funktioniert perfekt, die Leute gehen ab wie ein rotes Moped, es ist der reine Wahnsinn. Für unsere gute Freundin Valkyrie Lawson, die extra aus den Staaten angereist ist, hat es auch endlich mal wieder unser Groover „This One Step“ in die Setlist geschafft und darf meiner Meinung nach gerne auch weiterhin drin bleiben! Und dann geht’s zur Zugabe wieder ab ins Publikum, wo eine rauschende Party, bei der man einige neue Fans kennengelernt hat, endet. Aber nicht nur der Gig selber war unglaublich, sondern auch später der Run auf das Merch. Es gab selten Momente, in denen uns CDs und Shirts so dermaßen aus der Hand gerissen wurden. Irgendwas haben wir wohl richtig gemacht und würden dies als Beweis gerne wiederholen.

Nach ein paar Stunden und einiger coolen Gigs (insbesondere den RASENMÄHER-TOD, auf den ich mich wirklich gefreut habe) kam dann die Zeit des Abschieds und des Wartens auf das Taxi, das uns zum wirklich noblen Hotel fahren sollte. Nach zwanzigminütiger Warterei in der Eiseskälte kam mir folgendes in den Sinn: Jedes Mal, wenn ich auf einen Bus oder einen Zug warten musste, kam dieser immer in dem Augenblick, in dem ich mir eine Kippe anzündete. Das Gelächter war natürlich groß, als dieser Trick auch bei einem englischen Taxifahrer funktionierte. Danach gings dann schnurstracks ins Hotelbettchen, in dem man von der Fahrt am nächsten Tag träumen durfte. Zumindest sollte es im Auto nicht ganz so eng werden, da Tobi schon kurz nach dem Gig per Zug in den Urlaub nach Wales weiter reiste. Danke, little drummer boy!!!

Spaß Beermageddon Thommys Angebot

Die Fahrt zurück verlief dann auch fast genauso wie die Hinfahrt, nur halt eben umgekehrt. Man musste 2 Stunden dazu rechnen, der Linksverkehr wurde endlich wieder durch die richtige Fahrweise ersetzt und…ja, sonst eigentlich nix. Knappe 11 Stunden (gefühlt, dreieinhalb Wochen) später sah man dann endlich den Proberaum aus dem Nichts auftauchen. Genau so muss man sich wohl fühlen, wenn in einer Near Death Experience das Licht aufblitzt und man weiß, man ist endlich wieder zuhause. Ich denke, ich kann für alle sprechen, wenn ich sage, dass die Reise zwar körperlich eine Strapaze war, aber jeder von uns eine solche sofort wieder auf sich nehmen würde. Selten was geileres erlebt, ein Erlebnis, von dem ich meinen Enkelkindern noch vorschwärmen werde. Falls ich so alt werde…

The pack & Tower Bridge St. Martins in the Fields Katakomben-Cafe The pack & Picadilly Circus Meyer im Bus Spaß in Camden English Breakfuck... fast

Playlist der Fahrt:

ANNIHILATOR – Alice in Hell
GRAVE DIGGER – Tunes of War
LEGION OF THE DAMNED – Sons of the Jackal
KREATOR – Phantom Antichrist
PRIMAL FEAR – Black Sun
BLACK SABBATH – Tyr
ANIHILATED – Scorched Earth Policy
MOTÖRHEAD – Inferno
BRUCE DICKINSON – The Chemical Wedding
ONSLAUGHT – Killing Peace
IRON MAIDEN – Powerslave
JUDAS PRIEST – Live 98 Meltdown
DESTRUCTION – Thrash Anthems
JAG PANZER – Fourth Judgement
WIZARD – Head of the Deceiver
CRAZY LIXX – New Religion
HALFORD – Resurrection
THE CRIMSON GHOSTS – Leaving the Tomb

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