Tourtagebuch / tour diary – 21.-24.08. – England – 1

Der Zug„London calling“…and we´re „heeding the call“! So sieht´s aus, Freunde, es geht auf eine große Reise, die uns nicht nur in die Hauptstadt Britanniens, sondern einen Tag später auch in das Mutterdorf des Metals, bzw. ein paar Meter nebenan führen soll. Ist das geil??? JA, verdammt!!! Und dieses Glücksgefühl ist es auch, das uns auf der gefühlt 20tägigen Fahrt am Leben und vor allem wach hält. Halb zwei in der Nacht ist schließlich nicht gerade vormittags kurz nach dem Frühstück. Als wir nach gefühlten 37 Wochen endlich am Zug ankommen, der für eine halbe Stunde unsere Weiterfahrt durch den berühmten Tunnel übernehmen soll, dürfen wir auch endlich mal kurz die Äuglein schließen und Bernie Zeit geben, sich auf den Linksverkehr vorzubereiten. Es wird Licht geben am Ende des Tunnels, und dort fährt halt eben der Beifahrer
Auto. Aber – wie sollte es bei uns großartigen Gestalten anders sein – es läuft alles wie am Schnürchen, selbst London wird gekonnt durchquert und man kommt gutgelaunt, jedoch nicht ganz ausgeschlafen am Hostel an. Inmitten der Besenkammer…ähem…Doppelbettenburg (ihr kennt doch alle diese Playmobil-Burgen, die sind in etwa genau so groß. Maßstab 1:1 sozusagen) heißt es dann, die Laken auf die Matratzen zu knallen und sich ein bisschen Kultur zu gönnen. Eineinhalb Tage in dieser großartigen Stadt sind natürlich nicht sehr viel, so dass die Sehenswürdigkeiten im Laufschritt abgeklappert werden (dazu zählt gefühlt jeder Comic-Laden (es waren derer genau 2! Anm. Bernie)). Die beste wirkliche Sehenswürdigkeit besuchen wir allerdings direkt zu Beginn und diese heißt „Honest Burgers“, liegt in dem weitläufigen Staples-Market in Camden und präsentiert einen verdammt guten Burger. Scheißt auf Tower Bridge und ähnliches Pussy-Zeug, geht bei eurem nächsten Besuch DIREKT zu diesem Markt und probiert den Burger!!! Und während der Abend anbricht, brechen wir auf in Richtung City, um einen Absacker in einem Metalladen namens Crowbar zu nehmen, bevor es zurück zum von portugiesischen Schönheiten bevölkerten Hostel geht. Die nach weiblichem Insassen aussehenden Koffer in unserer Kammer lassen dann auch darauf hoffen, dass eine von den südeuropäischen Tanten unter meiner Matratze liegt.


DER Burger!!Unser HostelzimmerGlückliche bei Honest Burgers

 

Einmal Glück im Leben haben…das sind so unsere Gedanken, als wir am nächsten Morgen die Augen öffnen und rüber (in meinem Falle runter) blicken. Naja, eine (nicht überall wirklich gut) tätowierte Frau, die unser Alter um einiges überschritten hat (außer Meyers Alter jetzt… Anm. Bernie) streckt uns einen gut erhaltenen Hintern entgegen. Nun ja, über den GI-Haarschnitt lasse ich mich nun mal nicht aus, und so kommen wir schnell auf den Boden der Tatsachen zurück. Die Portugiesinnen scheinen wohl allesamt in anderen Zimmern untergebracht, so ein Pech aber auch! Aber nett ist diese italienische ältere Dame, das muss man sagen. Auch wenn sie allen Ernstes behauptet, ich würde schnarchen. Welch eine unglaubliche Lüge!!! (*räusper*… Anm. Bernie)

The pack & Big BenThe pack & Picadilly Circus!!!

Nach dem Frühstück (bzw. der Guten Morgen-Zigarette) geht’s zurück in die Stadt. Schließlich warten neben einem Rock´n´Roll-Walk, der uns zu legendären Orten führt, noch einige Comic-Shops und das HMV. Dann noch einen erneuten Abstecher zum Camden-Market, bevor es schließlich Zeit wird, das am Vortag sorgsam geparkte Auto zu holen und zum Venue zu pilgern. Es gibt schließlich Arbeit heute Abend. Die Location stellt sich dann als gemütliches Pub mit einem großzügigen Auftrittsbereich heraus, wo man auch schnell in Kontakt mit den anderen Bands kommt. Mit KAMBRIUM gibt es heute eine weitere deutsche Band, die ebenso wie wir auch am nächsten Tag in Bromsgrove Station machen wird. Ansonsten freue ich mich tierisch auf ANIHILATED und lasse mich von KREMATED beeindrucken. Zwischendurch geht’s dann für uns selber auf die Bühne, um den Londonern – sorry, Camdenern – mal klar zu machen, wo der deutsche Thrashhammer heute hängt. Es macht tierisch Spaß, vor dieser Kulisse zu zocken, es läuft auch alles wie am Schnürchen, so dass für uns unser erster (und hoffentlich nicht letzter) UK-Gig zu einem echten Erfolg wird. Dass es noch um einiges besser kommen sollte, konnten wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnen! Am Ende des Sets denke ich mir, dass wir endlich anfangen sollten, den kompletten Gig im Publikum zu absolvieren. Werden wir natürlich nicht machen, aber „Vodcarnivore“ macht auf diese Art einfach immer wieder nen Haufen Spaß. Dem Publikum, aber auch uns!

Wie schön, dass es alle 20 Meter einen Supermarkt gibt, das nachts um Zwölf noch Bier verkauft. Mit einer sich schnell leerenden Dose Flüssigbrot klappen auch die Busfahrt und die Schlepperei der Merchtaschen zum Hostel um einiges besser. Müde, aber froh und auch ein bisschen stolz schleppen wir unsere Kadaver ins Bett, schließlich beginnt der nächste Morgen wieder früh. Und die knappen 2 Stunden Autofahrt sind auch nicht ganz zu vernachlässigen.

Müder MeyerChinatown Iron Maiden Trooper-Bier im Crobar

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