Tourtagebuch 13.09. – Finnentrop

Finnentrop…Finnenwas??? Hat irgendjemand, abgesehen von den Finnentropen schon jemals von diesem Ort gehört? Dann so viel zur Geographie: Finnentrop liegt im Sauerland und beherbergt neben einem stattlichen Stausee auch ein Schützenhaus (so wie jedes kleine Kaff, von dem man noch nie gehört hat), das eine Menge Platz für Konzerte bietet. Wenn man sich den großen Saal anschaut, dürfte man meinen, dass so ziemlich jede größere Band dort schonmal Halt gemacht hat. Im kleinen Saal nebenan findet nun das Überschall-Festival statt, das im Vorfeld mit einigen Komplikationen zu kämpfen hat und der Hauptact ACCUSSER daraus resultierend absagen muss. Schade, aber leider nicht zu ändern…

10468202_10152705843757002_3832674643010452918_nÜber Komplikationen denkt man im Godslave-Van gar nicht nach. Stattdessen vertreibt man sich die doch etwas längere Fahrzeit mit dem Üblichen: wichtige Bandgespräche werden geführt (Wie wird man Millionär? Was ist nötig um die Weltherrschaft zu erlangen? Wer hat gefurzt?), kämpft sich durch MANOWARs „Gods of Würg“-Album und verflucht Google Maps. Ein ganz normaler Alltag eben (bis auf die MANOWAR-Platte, die wohl niemand mehr freiwillig hören wird)! Und bevor die Beine steif sind, kommt man auch am Schützenhaus an, sieht sich um und darf gleich als erster auf die Bühne.

Diese jene bietet verdammt viel Bewegungsraum und wird dementsprechend voll ausgenutzt. An sich bietet sich dasselbe Bild wie immer, es funktioniert alles prächtig, und man hat dankenswerterweise die Meute schnell auf seiner Seite. Nach dem obligatorischen Ausflug ins Publikum ist dann auch schon Schluss und man darf sich endlich die verschwitzten Klamotten vom Leib reißen.

Der Abend wird dann noch bei ein paar Fläschchen Veltins gegossen, und meinereiner hat beim immer dicker werdenden Schädel auch gleich mal die Antwort parat, wieso Schalke und der Sponsor Veltins so gut zusammenpassen. Ganz ehrlich, mit einem solchen Bier wird man nicht Meister. Da hat Bitburger doch ganz andere Kaliber hervorgebracht…zumindest in diesem Jahr. Gegen den Brummschädel eignen sich dann nur ein paar Schluck Wasser zwischendurch und die als Snack bereitgestellten Speckmäuse. Und irgendwann fallen alle auf ihre Matratze (die im Gegensatz zu meiner aufgeblasen sind) (oder wurden, von einem selbst, Anm. Bernie) und pennen den Schlaf der Gerechten.

Früh am nächsten Morgen, mein Schädel brummt glücklicherweise doch nicht so schlimm wie befürchtet, wird alles zusammengepackt, ein paar Brötchen + Kaffee dankend angenommen, und dann geht‘s schon wieder Richtung Heimat. Wahrscheinlich bin ich der einzige, der gut ausgeruht am Proberaum ankommt, so zwei Stunden Schlaf im Auto bringen also tatsächlich was. Nennt man wohl Power-Napping, oder so. Deshalb auch ein gutgelauntes „Hallo Sulzbach“ von mir, bevor es endlich nach Hause auf die Couch geht. Schönen Sonntag!

Playlist der Fahrt:

FKÜ – Rise of the Mosh Mongers
MANOWAR – Gods of War
BONDED BY BLOOD – Feed the Beast
PARAGON- Law of the Blade
GRINDER- Nothing is Sacred
GRAND MAGUS – Triumph and Power

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