Tourtagebuch/Tour diary – 30.05. – Saalfeld

Die Saalfelder Crew ruft, und wir lassen diesen natürlich nicht ungehört und folgen ihm sogleich. Schließlich klingt ein Kurztrip nach Thüringen nach Spaß, Schweiß, aber auch – zumindest für mich + Anhang nach wohlverdientem Urlaub. Vor allem dann, wenn es noch das vierzigste Lebensjahr zu feiern gibt. Also heißt es Hotel buchen, das Auto tanken und einige Stunden vor dem Rest der Bande in Erfurt einfallen, um das ortsansässige Schnitzelhaus zu besuchen und sich für den Abend zu stärken. Ein bisschen Kultur steht ebenfalls auf dem Programm, gehört Erfurt schließlich nicht gerade zu den unattraktivesten Städten Deutschlands. Nachdem man den Dom von aussen gesehen hat, einmal über die Krämerbrücke gelaufen ist und lustige Selfies neben dem Sandmann (der sitzt dort tatsächlich auf einer Bank und wartet auf den Abend) gemacht hat, geht es weiter richtung Saalfeld, wo der einheimische Apfelstrudel einer Kostprobe unterzogen wird. Die abends abzubauenden Kalorien wollen erst einmal angehäuft werden.

18 Uhr, kurzer Ortswechsel von ein paar hundert Metern, alle Mann an Bord! Die Veranstalter scheinen sich wirklich Mühe mit der Veranstaltung gegeben zu haben, soviel ist schon auf den ersten Blick sichtbar. Ein Stand mit leckerem amerikanischen Futter, an die Fleischverächter wurde auch gedacht, es gibt nicht nur Bier sondern auch Cocktails…etc… Und dazu noch eine coole Bühne, die weder zu groß noch zu klein ist. Genau die richtigen Maße!!! Schwupps, darüber nachgedacht, geht’s auch fast schon los. Kurz den Platz hinter der Bühne als Backstage (was es vom Wortsinn her ja auch ist) benutzt, Klampfen gestimmt, umgezogen, und dann dürfen wir als zweite Band des Abends ran.

Schon gleich beim gewohnten Opener „Here Comes The Crew“ geben unsere Saalfelder Fan-Maniacs alles und pushen uns begeistert durchs Set, das heute ein klein wenig variiert und statt „Anvilised“ mal wieder den Smasher „Slippery When Dead“ im Programm hat. Und irgendwann kommt der Punkt, an dem natürlich jeder erfahren muss, dass GODSLAVE seit heute mit einem alten Sack an der Gitarre gestraft sind. Das mir überreichte Yes-Törtchen verschlinge ich natürlich gerne, schließlich fehlen noch ein paar Kalorien bis zum Platzen. Danach geht’s dann weiter im Text und man erspielt sich immer mehr Leute. Wahrscheinlich dürfte Tommys Ansage zur Green Zone, die heute die Leute richtig erreicht nicht ganz unschuldig daran sein. Ebenso wenig wie das blinde Verständnis, das auf der Bühne herrscht. Bei großartigem Sound aus dem Monitor klappt auch die Action und das Interagieren untereinander perfekt. Dass bei soviel Adrenalinausschuss der obligatorische Lauf durch das Publikum („Vodcarnivore“, was sonst!?) einem kleinen Marathonlauf gleicht, muss hier nicht gesondert erwähnt werden.

Und dann ist wieder mal viel zu früh Schluss. Man gönnt sich noch nen leckeren Burger vom Stand (kann man an Kalorienüberdosis sterben???), tinkt nen Cuba Libre, und zumindest Christin und ich verabschieden uns recht früh von der „Aftershowparty“. Erstens sind 8 Grad (gefühlt wohl so um den Gefrierpunkt) nicht gerade die sommerlichsten Werte für eine lange Nacht draußen, zweitens haben wir am nächsten Tag noch viel vor. Es warten mit Weimar, Jena und Gera zwei Städte auf uns, und auch das KZ Buchenwald sollte man mal gesehen haben. Und dazwischen muss man ja auch essen.
Playlist der Fahrt (Bernie’s Auto)

  • ALICE COOPER – Trash
  • OVERFIEND – Lord of darkness
  • HYPNOSIA – Extreme hatred
  • STEEL PANTHER – All you can eat
  • DIE DOOFEN – Lieder, die die Welt nicht braucht
  • HALFORD – Crucible
  • NASTY SAVAGE – Wage of mayhem
  • SAXON – The inner sanctum
  • REBELLION – Arise
  • SOLITUDE AETERNUS – Beyond the crimson horizon
  • DUST BOLT – Awake the riot


2014-05-30 19.30.56

 

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