Tour Diary – 09.03.2013 – Groningen/NL

Not German? Here’s the English version!

Wer nach Holland fährt, kann normalerweise einiges erleben. Nicht so wir spießigen Gestalten! Nirgendwo auch nur die geringsten Anzeichen von Dope, Nutten oder Fußball. Nicht mal ein Fahrradfahrer mit Wohnwagen hat sich gewagt sich vor unsere Vorderreifen zu werfen. Was ist das für eine Welt, in der man selbst Vorurteilen nicht mehr trauen kann? Ok, das mit dem Dope war natürlich gelogen, wurden wir doch nach unserer sechsstündigen Reise gleich von süßlichen Dampfschwaden empfangen, soviel sollte zur Ehrenrettung dann doch erwähnt werden. Ebenso die Tatsache, daß wir uns bereits zu Beginn dieses kleinen Festivals etwas verloren vorkamen, als die müden Augen im Bühnenbereich nicht mehr erblickten als ein paar Musiker, die vor dem Aufwärmen noch etwas Spaß mit den musizierenden Kollegen haben wollten.

Die Leere im Raum sollte dann aber glücklicherweise noch ausgefüllt werden. Als wir die Bretter bestiegen und mit dem ersten – übrigens auch der erste der fünf neu gespielten – Song in den Set einstiegen, spürte man doch, daß die Anwesenden sich von etwas Party nicht abschrecken ließen. Was auch für den lustigen Mann galt, der es sich mal abwechselnd auf und vor der Bühne auf allen Vieren bequem machte. Das schuldige Dosenbier, das wohl ein paar Umdrehungen mehr innehat als unser heimisches Reinheitsgebotsbräu, sollte auch noch mit dem Großteil unserer Bande Freundschaft schließen. Aber eins nach dem anderen… Jedenfalls hatten wir haufenweise Spaß an unserem Set und konnten dabei gleich – wie schon oben erwähnt, ein paar neue Songs auf ihre Livetauglichkeit testen. Daß das Material gut ankam, freut und bestätigt uns natürlich darin, doch irgendwann noch mal ein Album auf die Menschheit loszulassen.

Nach 45 Minuten (könnten auch 50 gewesen sein) gings frisch geschwitzt von der Bühne und hin zum Biervorrat. Der Mensch hat Durst, und diesen galt es mal wieder zu stillen. „Aber scheiße, wo steht denn der Jacky?“, fragte sich ein nicht näher benanntes Mitglied, bevor er aus lauter Frust sich ein paar dieser Hochoktan-Dosen in die Birne kloppte und auf eins der gemütlichen Sofas fiel. Hätte er mal besser nicht getan, schließlich braucht man in einer solchen Band keine Feinde mehr. Deshalb sagt der hier nicht näher benannte kurzhaarige Gitarrist einfach mal ein Dankeschön an seine Mitkumpanen, die ihn 2 Stunden später zärtlich wachküßten. Es ist einfach unglaublich, was Alkohol aus Menschen machen kann!!!

Anders als erwartet, verlief die Nacht zwar kalt aber doch ziemlich ruhig. Morgens um halb elf (ohne Knoppers) galt es, sich vom Sofa zu erheben und sich auf die nächsten 6 oder 7 Stunden Autofahrt zu freuen. Allerdings verlief auch diese Fahrt sehr ruhig (nicht mal ein fickendes Reh am Wegesrand) und besinnlich. Und man hatte darüber hinaus jede Menge Zeit darüber nachzudenken, von was dieser üble Geruch im hinteren Bereich unseres Schlafgemachs herrührte. Aber das ist wieder ein ganz andere Geschichte…

Playlist der Fahrt:

  1. TENACIOUS D – Rize of the Phenix
  2. SODOM – Persecution Mania
  3. DIE ÄRZTE – Die Bestie in Menschengestalt
  4. MANOWAR – Into Glory Ride
  5. AVERSION – Fit to be Tied
  6. METAL CHURCH – Haning in the Balance
  7. RUNNING WILD – Blazon Stone
  8. INFINIGHT – Sea of Knowledge
  9. APOCALYPSE – Faithless

 

Ein Kommentar auf “Tour Diary – 09.03.2013 – Groningen/NL
  1. godslave sagt:

    HILARIOUS!! *g*

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