Tourtagebuch 06.09. – Bonebreaker Festival

Einmal Franken und zurück!

Servus Leute, Manni hier! Da ich am Wochenende den Michael aufgrund mangelnder Anwesenheit beim Godslave-Gig auf dem Bonebreaker-Festival vertreten habe, fällt mir die ehrenvolle Aufgabe zu, einen Bericht über diesen krassen Roadtrip zu schreiben.
Treffpunkt am Proberaum war um 11:30 angesetzt, daher habe ich Thommy und das Merch gegen 11:00 in Saabrücken eingesammelt und bin zum Treffpunkt gekommen. Von den ständigen Kurrier- Diensten war im Aufhilfs-Vertrag allerdings nicht die Rede. Das habe ich sehr gern gemacht! (Anm. Bernie). Dort angekommen haben wir dann das Equipment verladen, wobei von Schlepperei und körperlich harter Arbeit im Vertrag auch keine Rede war. War das ein Spaß! (Anm. Webmaster) Irgendwie waren die Herren leicht gereizt und emotional ein wenig distanziert. Was für ein Toller Haufen Menschen! (Anm. Bernie). Bei der Strecken-Recherche haben wir dann festgestellt, dass gefühlte 200 Baustellen zwischen uns und dem Festival lagen.Phil, unser Aushilfs-Bassist, erschien leicht angeschlagen mit Rückenverspannungen und wurde promt mit Wärmepflastern versorgt. Nach einem kleinen Zwischenstopp bei LIDL, bei dem wir Verpflegung und Getränke für die Reise erstanden haben, ging es dann auf die Autobahn in Richtung Frankenland. Die Playlist sah wie folgt aus:

AGGRESSION– Moshpirit
SACRED STEEL – Wargods of Metal
BOLT THROWER – Mercenary
METALLICA– Ride the Lightning
VENOM– Welcome to Hell

10665174_10152689397552002_1392353008803866314_nÜber die Fahrt kann ich nicht sehr viel sagen, weil ich als berufstätiger, hart arbeitender Mensch, der solche Aushilfsjobs ehrenamtlich macht, meiner schieren Erschöpfung erlegen bin und halb ohnmächtig von den Strapazen des Arbeitens und Equipmentverladens geschlafen habe. Weites Reisen macht mir sehr viel Spass und ich werde mehr als angemessen entschädigt! (Anm. Bernie). Nach ca. 3 ½ Stunden Fahrt kamen wir dann an der Gaststätte an, die uns für diese Nacht beherbergen sollte. Interessant an den Zimmern war, dass der Einrichter auf die Badezimmertür in beiden Zimmern verzichtet hat, zugunsten eines (zugegeben sehr netten) Vorhangs. Irgendwie stand in der Stellenbeschreibung aber nichts davon, dass ich auf dem Boden schlafen muss, während die Herren sich auf anmutigen Federbetten niedergelassen haben. War das gemütlich, ich habe selten so gut geschlafen!
Dann gings auf zum Festival, wo wir sehrsüchtigst erwartet wurden, die Einweiser machten zumindest einen netten Eindruck. Ich persönlich habe mich auf den Gig einerseits wegen der Tatsache gefreut, dass ich mit den netten Herren wieder einmal die Bühne teilen darf, und zum anderen, weil ich mir einen tierischen Ast gefreut habe, dass CRIPPER am selben Tag spielen wie wir und ich die Herren und Dame kennenlernen darf. Aufgrund der Staus und Baustellen auf dem Weg kamen wir ca 1 Stunde vor Konzertbeginn am Festival an, daher haben wir kurz die Pässe entgegengenommen und mehr oder weniger sofort mit dem umziehen und warm-spielen begonnen. Links und rechts vor der Bühne waren die PA-Türme in verlockender Nähe. Mit einem großen Schritt waren diese von der Bühne aus gut zu erklimmen, was Bernie und ich uns dann natürlich nicht nehmen ließen. Der Gig selbst war wie immer grandios, weil die Truppe tight eingespielt ist und ich meinen Posten als Aushilfe nicht zuletzt wegen meiner wahnsinnig erotischen Ausstrahlung und der technischen Fachkompetenz, welche mir innewohnt, habe im Vorfeld ein wenig geübt habe! Auch wenn von körperlicher Anstrengung und starken Verspannungen in den Folgetagen nix im Vertrag stand. HAHAHA! Bei Vodcarnivore gings dann ab runter ins Publikum, wovon eine gnädige Seele übrigens ein Video bei Youtube hochgeladen hat! Da der Boden ein wenig matschig war und mir die Beine immer noch vom harten Arbeiten und vom Verladen des tonnenschweren Equipments zeitweise den Dienst versagten, ich eine dumme, untrainierte, faule Sau bin, hätte ich mich das ein oder andere mal beinahe aufs Maul gelegt.

Nach dem Gig wurden wir dann für die geniale Performance noch ein wenig Gebauchpinselt, völlig zu recht wie ich finde, und anschließend ging dann die wüste Sauferei los. Hier beginnt der Abend
zu verschwimmen. Ich habe tatsächlich die Cripperinos kennengelernt und Fragmente von einem zweifelhaften, wenn auch sehr penösen Interview sind irgendwo zwischen „DANKE, BONEBREAKER!!“-Gebrülle und dem Bild von Bernie im Kofferraum eines Kombis einem heiter ausklingenden Abend, bei dem wir – alle Sicherheitsvorschriften gutbürgerlich einhaltend – unversehrt und behütet an der Gaststätte angekommen sind, leicht nebelig in Erinnerung.
Da meine Matratze direkt neben besagtem Badezimmervorhang lag bin ich Thommy und Tobi übrigens sehr dankbar, dass sie mit dem Scheißen gewartet haben, bis sie wieder zuhause waren. Nach einer ruhigen Nacht, einem erlesenen Frühstück und einem herben Fail beim Geo-Cachen gings dann wieder zum Festival, um das Equipment auf die beiden Wagen zu verteilen und abzureisen, wobei ich Anmerken muss, dass ich im Aufhilfs-Vertrag kein Wort über Aushilfsmusiker, die im Kofferraum reisen müssen gelesen habe. dass ich noch nie einen so guten Platz in einem so beeindruckend geräumigen Auto belegen durfte! Uuuund ab zurück in die Heimat!

Playlist Heimfahrt:
SLASH– Slash
NOCTURNAL RITES – Shadowland
THE OFFSPRING – Smash
CRIMSON GLORY – Crimson Glory

Zum Schluss noch ein ganz ernst gemeintes DANKE an die Jungs, dass sie mir so einen Spass gönnen und mich zu solchen Ausflügen mitschleppen! Ich unterstütze die Herren gerne und freiwillig, und nicht etwa weil sie seit einem Jahr meinen Hamster Goldie in ihrer Gewalt haben und mir bei jeder Absage kleine, abgetrennte Hamster-Fingerchen im Briefkasten liegenweil ich keine Freunde habe und mich über jede Gesellschaft freue!
Cheers!

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