Tourtagebuch – 31.01. – Grevenbrück

Endlich gibt’s wieder ein Wiedersehen mit unseren alten Kumpels von ERADICTOR. Nachdem man sich vor 2 Jahren auf Tour gegenseitig belästigte, ist es nun mal wieder an der Zeit, einen gemeinsamen Gig auf die Bühne zu bringen. Was liegt also näher, als den Release ihrer neuen Platte zu unterstützen? Und so geht´s wieder einmal an dem lustig betitelten Örtchen Neger vorbei, um erneut den Grevenbrücker Laden zu beehren, in dem es damals einige Begegnungen der vierten Art gab. ERADICATOR-Seba in Unterhose draußen im Schnee, klopfend gegen ein Fenster, und das nachts gegen vier hat schon was für sich und wird von keinem Anwesenden so schnell vergessen werden.2015-01-31 20.03.07

Und wie damals ist auch heute der Empfang sehr herzlich, die Aufbauten gehen schnell von der Hand und das leckere Essen (gerne hätte ich noch 4 Frikadellen mehr gehabt) ebenso rasch in den Magen. Man wird verwöhnt, auch wenn die Mattscheibe im Backstagebereich dieses Mal nur Fußball zeigt, zum Abschluss vom Dschungelcamp aber leider schwarz bleibt. Jaja, diese Schalker und ihr schlechter Fußball…auch wenn sie dieses Mal als Sieger vom Platz gehen. So motiviert müssen die Eradicatoren sich erst mal gedulden, bis wir unsere Show beendet haben, können aber das Ende wohl nicht erwarten und springen bei „In Hell“ auf die Bühne, um den Refrain zu übernehmen. Haben sie bei den Aufnahmen zur Split scheinbar gut auswendig gelernt, denn das Gesungene kommt sehr professionell und engagiert. Ebenso wie unsere Performance, die vor Sauerländer Publikum alles andere als routiniert runtergebrettert wird. Man hat Spaß an der Arbeit, rennt quer über die Bühne und macht natürlich auch nicht vor dem Raum vor der Bühne halt. Bis kurz vor Ende läuft alles wie am Schnürchen, dann darf endlich mal jeder seinen persönlichen Aussetzer haben. Hier verstimmt sich ne Gitarre, da hat ein Drummer keine Ahnung mehr, was er spielen soll (war glaube ich beim lange nicht mehr gespielten „Our School“), und ein paar Augen schauen verdutzt. Aber Scheiß drauf, der Set macht Spaß wie die Sau und die Leute lassen sich großteils von der Freude anstecken. Also ziemlich viel richtig gemacht.

2015-01-31 23.13.51ERADICATOR haben natürlich heute einen Heimvorteil, haben dazu ein starkes neues Werk am Start und machen dementsprechend von Beginn an gut Alarm. Dieses Mal stürmt dann Tommy mal kurz die Bühne, um das von uns gecoverte „Final Dosage“ zu brüllen und damit mal wieder zu zeigen, wie verbunden unsere beiden Bands sind. Dass der gute den Text noch immer auswendig weiß, überrascht mich dann doch. Ich hoffe, es fragt mich keiner, wie nochmal die Noten für die Gitarre aussehen… Aber bevor ich abschweife: die Jungs mit den Reggae-Frisuren samt dem Rest (Hi Robert und Zoppe!!!) knallen mal wieder ohne Ende, Seba hat ein paar lustige Ansagen am Start (im Sauerland gibt es sogar zuhause Internet) und der Abend endet genau spaßig, wie er begonnen hat, aber auch leider viel zu schnell.

Was ist sonst noch zu erwähnen? Eigentlich nicht viel. Nach der Show geht’s recht zeitig in die Feldbetten, schließlich muss man früh am Morgen den Platz für eine Karnevalsveranstaltung räumen. Beim Becker gibt’s morgens weder Sitzplätze noch Rühreier, aber dafür ordentlichen Kaffee in Pappbechern und Teilchen, die dann vor der Tür den Magen wärmen und verstopfen. Auch die Autofahrt verläuft recht geruhsam ohne nennenswerte Ereignisse. Dafür sind wir mittags sehr zeitig daheim und kann sich der Couch widmen. Ach, übrigens, falls jemand wissen will, wer Dschungelkönig(in) wurde, ich hab´s herausgefunden. Fragt mich einfach!

 

Playlist der Fahrt

coming soon…

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