Tourtagebuch – 19.,22.,29.12 – Trier, SB, Gronau

20.11.2014 A.D.

Liebes Tagebuch, heute spielen wir in Trier. Wir wurden eingeladen, eine Show mit ENFORCER und VANDERBUYST zu zocken, und diese Gelegenheit lassen wir uns natürlich nicht entgehen. Als wir nach einem (zumindest für mich (nicht nur für dich, lieber Michael, für jeden von uns ;)) recht harten Arbeitstag ziemlich zeitgleich dort eintreffen, dürfen wir uns auch gleich schon für den Gig fertig machen, und dann geht‘s auch gleich schon auf die Bühne.

Vor dem folgenden Hard Rock und dem abschließenden Speed-Gewitter ist es nun Zeit für ein wenig saarländischen Thrash, mit dem man den Anwesenden gut einheizt. Der Set wird für die halbe Stunde um einige Songs gekürzt (u.a. fallen „Anvilised“ und „Slaves To The Black“ raus), wir beschränken uns aufs Wesentliche und erspielen uns den ein oder anderen neuen Jünger. Ein kleiner Gruß an „unseren Freund Andy“ während „I Am Legion“ (Insider wissen, wer gemeint ist) darf heute natürlich ebenso wenig fehlen wie der altbekannte Run ins Publikum während „Vodcarnivore“.

Nach der Show passiert nicht mehr allzu viel. Ein kleiner Teil der Band (also ich) schaut sich den kompletten Gig von ENFORCER an und macht sich danach schnell auf den Heimweg. Schließlich wartet ein neuer, harter Arbeitstag (zumindest auf mich (lieber Michael, auch alle anderen arbeiten hart, SURPRISE :D)…

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22.11.2014 A.D.

Liebes Tagebuch, es ist mal wieder an der Zeit, in unser Wohnzimmer in Saarbrücken einzufallen und den kleinen Club musikalisch auseinander zu nehmen. „Alle Jahre wieder“, um es passend zur Saison auszudrücken. Mit den Luxemburgern Senkrechtstartern SCARLET ANGER und den umbenannten Pissdolls (jetzt SKELETON PIT) haben wir uns hochkarätige Verstärkung besorgt, die den Anwesenden auch so richtig gut einheizen. Nach einer kleinen Stärkung in Form von Lyoner, leckeren Salaten und Bier- und Cola-haltigen Getränken ist dann auch die Zeit da, uns vor heimischem Publikum wieder blicken zu lassen. Also noch schnell die neu erworbene Nebelmaschine am Strom angedockt, und das Intro erschallt.

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Ganz ehrlich, es macht fast überall Spaß, die alten Weisen vorzutragen, aber zuhause ist es trotzdem immer noch am schönsten. Ein Publikum, das über die komplette Distanz die Sau rauslässt, ein armer Tropf, dessen Schädel leider nicht ganz so hart ist wie die am Bühnenrand positionierte Monitorbox und eine daraus resultierende Spielfreude, die ihresgleichen sucht. DAS ist Saarbrücken, und dafür lohnt es sich jedes Mal, sich das Jahr über darauf zu freuen. Da wird dann sogar das selten gespielte „This One Step“ gehörig abgefeiert, so dass man am Schluss dazu übergeht, einem solchen Publikum einfach mal ne Zugabe vorzusetzen, die man schon seit über einem Jahr nicht mal mehr in der Probe gespielt hat. Zum Glück kennen wir noch die rudimentäre Struktur von „Our School“, so dass der Song nicht ganz in die Hose geht und einen furiosen Abschluss einer furiosen Party markiert. Achja, genau, die Nebelmaschine funktioniert übrigens ebenso vorzüglich. Gut angelegtes Geld also!

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29.11.2014 Chaos A.D. (was für eine Scheißplatte!!!, Meinung von Meyer und Peeß, sonst keinem ;))

Liebes Tagebuch, nachdem wir jetzt tatsächlich zweimal hintereinander das Glück hatten, zuhause im warmen eigenen Bettchen zu nächtigen, geht es heute wieder etwas weiter in die Welt hinaus. Gronau hat uns vor 3 Jahren sehr gut aufgenommen, also macht ein weiterer Besuch durchaus Sinn. Die mehrstündige Fahrt vergeht rasend schnell, bis so mancher zur Erkenntnis gelangt, SEPULTURAs „Chaos A.D.“ sei ein geiles Album, und man es sich zur Aufgabe macht, andere davon zu überzeugen. Auf einmal dauert jeder Kilometer eine gefühlte halbe Stunde, das Ohr fängt an zu bluten und das innere Auge sieht irgendwelche brasilianischen Indianer auf Menschenschädeln trommeln. Meine Frage, ob SEPULTURA nach „Arise“ tatsächlich noch Alben veröffentlicht haben, sei somit beantwortet. Na Danke für den Würgereflex! (Die Redaktion möchte anmerken, dass es in der Chaos AD-Diskussion zwei Contra, zwei Pro und eine Enthaltung gegeben hat. Just fort he record).

Als das letzte Getrommel verstummt, verläuft die Fahrt auch wieder normal und man kommt2014-11-29 15.02.08 irgendwann in Gronau an. „Herbergsdame“ Yvonne holt leckere Pizza für uns und die Vorbands aus dem Ofen, Thommy und ich machen uns über den Tourbus unserer holländischen Vorband lustig (eine Reihe angeketteter Fahrräder), ich verliere TATSÄCHLICH beim Billard…und so weiter, und so fort. Ansonsten verläuft der Abend recht gesittet, das CAB schmeckt besser als Krombacher, und irgendwann ist es dann mal an der Zeit, für eine Stunde die Bühne zu betreten. Die Setlist ist die gleiche wie in Saarbrücken, außer dass „In Hell“ und „Our School“ fehlen. Ansonsten brettert man das gesamte Material in die Meute, hat wie immer seinen Spaß und läuft sich auf der Bühne in den Füßen rum. Vielleicht liegt es an der langen Autofahrt, dass wir alle (außer Tobi natürlich, der faule Sack sitzt die ganze Zeit rum!) das Bedürfnis haben, uns ordentlich (auf) die Füße zu (ver)treten.

2014-11-29 19.34.27Nach dem Abbau ist dann die Zeit gekommen, das bereits vor 3 Jahren besuchte Gartenhaus erneut zu entweihen. Dass es diesmal nicht zu einer vergleichbaren „Orgie“ kommt, liegt wohl an unserem fortgeschrittenen Alter (IHR wolltet ins Bett, der Fahrer wäre noch geblieben har har, Anm. Bernie). Oder aber am Krombacher. Jedenfalls hat Familie Lucas keine Mühe, uns auf die Matratzen zu bekommen. Man wünscht sich eine gute Nacht, träumt was Schönes und schläft den Schlaf der Gerechten. 3 Phrasen für die Ewigkeit in einem Satz…das darf mir gerne mal jemand nachmachen!

 

Der Morgen bricht an, man singt zusammen Rolf Zuckowskies „In der Weihnachtsbäckerei“ (es gibt tatsächlich Leute, die schreiend flüchten), man frühstückt ausgiebig und verabschiedet sich mit Tränen in den Augen. Es war wieder ein schönes Wochenende da oben in Gronau, hoffentlich nicht das letzte! Die Rückfahrt verläuft übrigens ohne „Chaos A.D.“, so dass die Strecke wirklich schnell und ohne Vorkommnisse zurückgelegt wird. Also tschüss, mein liebes Tagebuch, irgendwann klapp ich dich wieder auf!

Playlist Gronau

  • F.K.Ü. – Where moshers dwell
  • AIR RAID – Point of impact
  • DEATH ANGEL – When dream calls for blood
  • SEPULTURA – Chaos AD
  • SEVEN WITCHES – Amped
  • STRIKEBACK –
  • OVERKILL – White devil armory
  • BLACK SABBATH – 13
  • AMON AMARTH – Twilight of the thunder god
  • DEICIDE – Scars of the crucifix
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