Tourtagebuch – 09. & 19.05. – Neukirchen/Luxemburg

Endlich wieder eine Bühne! Nach mehreren Monaten der Untätigkeit steht diesen Samstag mal wieder ein Gig an, dazu noch einer, der mir besonders am Herzen liegt. Das Forum des „Deaf Forever“ will uns spielen sehen, und wir sind bereit, den Leuten die volle Ladung saarländischen Thrash Metals zu geben. Dazu wird dann noch das ein oder andere Bier vernichtet und man lernt einige Leute kennen, mit denen man seit Monaten ständig in schriftlicher Form in Kontakt steht.

Aber zuerst heißt es die knapp 300 km lange Wegstreck nach Neukirchen zu bewältigen. Anstatt mit Ipad bewaffnet auf dem Rücksitz Platz zu nehmen, klemme ich mich ausnahmsweise hinter das Steuer meines eigenen Gefährts, versorge Bernie und Tobi (Thommy und Aushilfsbasser Phil sitzen in einem anderen Wagen) mit Musik und hektischer Fahrweise und beame uns in Rekordzeit ins hessische Bundesland. Dort angekommen gibt’s auch gleich die ersten fachspezifischen Gespräche über Waldmeister mit dem anwesenden Forumspersonal und Diskussionen mit Wolf-Rüdiger Mühlmann über die Gefährlichkeit des Metals und dem Aufstieg des modernen Black Metals. Und bevor ich mich versehe, steht auch schon HELL PATRÖL auf der Bühne, und es ist Zeit für uns, uns in die (in meinem Falle immer enger werdenden) Bühnenklamotten zu quetschen.2015-05-09 19.35.15

Und dann geht’s auch schon los. Das Into läuft, bricht ab, läuft erneut, und endlich ist der Weg zur Bühne geebnet. Nun heißt es für die nächsten 40 Minuten ordentlich „Gas geben“, inklusive bewährter Setlist und die Hitze im Laden noch ein bisschen nach oben schrauben. Wir haben mal wieder mächtig Spaß auf den Brettern, geben Vollgas und lassen uns von der Meute immer mehr anstacheln. Dass nach „Vodcarnivore“ mit bewährter Wanderung durch das Publikum noch ein zusätzlicher Song gefordert wird, heizt uns noch etwa mehr an, so dass als Abschluss das eigentlich nicht in der Setlist stehende „God Slave The Queen“ herhalten muss. Unter den Klängen des neuen Hasselhoff-Songs (als temporärer Ersatz für den Song, der die deutsche Wiedervereinigung in Gang setzte) wird dann die Bühne für die weiteren Bands (Cryptic Brood, Manic Adrift und Reckless Manslaughter) frei gemacht.

Nun ist es auch endlich mal an der Zeit, Bekanntschaft mit dem lokalen Bier zu machen. Die Plörre geht gut durch den Hals, haut einen aber recht schnell KO und setzt sich für 2 Tage ohne Rücksicht im Kopf fest. Das Frühstück am nächsten Tag fällt dementsprechend kurz aus, der gebückte Gang ins geflieste Büro dazu umso länger. Natürlich verfluche ich die heimwärtige Autofahrt aufs schärfste und freue mich umso mehr, als ich die Kiste vor dem Proberaum parke und endlich wieder festen Boden unter den Füßen spüre. Nichtsdestotrotz war das Wochenende ein voller Erfolg mit einigen neuen Bekanntschaften und einer Menge Spaß!

Playlist Neukirchen:

  • ARMORED SAINT – Win Hands down
  • BENEDICTION – Transcend the Rubicon
  • RIGOR MORTIS – Slaves to the Grave
  • MALEVOLENT CREATION – Ten Commandments
  • SPACE CHASER – Watch the Skies

Monatelang keinen Gig gespielt und dann innerhalb von einer Woche 2 Stück. Mein physisches Alter ächzt, aber es hilft ja alles nix. Dieses Mal geht’s rüber nach Luxemburg, wo wir die Ehre haben, als erste und einzige deutsche 10955645_815387621848492_2761218399651931663_nBand am  Metalfestival Kopstal teilzunehmen. Könnte eine Herausforderung werden, schließlich heißt es, dass die luxemburgischen Metalfans nicht ganz so einfach aus der Reserve zu locken sind. Challenge accepted, wie der Engländer sagt.

Nach einer recht kurzen Fahrt inklusive Kaffee- und Kippen-Kauf (und einer Verkäuferin, die mich bescheißen wollte!!!) kommen wir zeitig an der Location an, packen das Equipment hinter die Bühne und staunen erst mal über die recht große Menschenmenge. Scheinbar scheint die komplette Metalszene Luxemburgs anwesend zu sein, vom harten Rocker bis zum bösen Black Metaller ist alles vertreten. Könnte witzig werden! Und – so viel sei schon mal verraten – es wird SEHR witzig.

Als wir die ziemlich riesige Bühne betreten, ist es im Auditorium noch recht ruhig. Aber darauf sind wir vorbereitet (siehe weiter oben) und geben somit von Anfang an Vollgas. Und es dauert nicht lange, und das Eis ist gebrochen. Alles stimmt, Thommys Ansagen stacheln die Meute an, die Performance gibt ihnen den Rest, und nicht wenige Leute fressen uns von da an aus der Hand. Viel besser könnte der Abschlussgig für unseren Bass-Peeß nicht laufen, und diesen Umstand merkt man auch ihm an. Wieder einmal ist der Gig (inklusive Marsch ins Auditorium) viel zu schnell vorbei, aber vielleicht dürfen wir ja wiederkommen.

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Nachdem dann noch einiges an Merch den Besitzer gewechselt und uns nicht wenig Geld in die klamme Kasse gespült hat, geht es nach dem Gig von Scarlet Anger dann wieder heimwärts. Und so pennt man halt dieses Mal nicht in „fremden“ Betten, sondern ist bereits gegen ein Uhr wieder zuhause, wo auch schon die eigene Matratze wartet. Aber die nächste Party kommt…definitiv! (Vielen Dank an Serge Max für die genialen Bilder!!)

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