Tour Diary – Thrash Awakens Tour 2016 – Part 3

16.04.2016, Saalfeld

IMG_7055Nachdem ich für 2 Gigs aus privaten Gründen pausieren musste und Aushilfsgitarrero Manni ein paar Zeilen über den Tourstopp in Goslar und Hannover zu Papier bringen durfte, bin ich nun wieder an der Reihe, die Feder über das Papier ziehen zu dürfen und ein paar Impressionen der Tour zu vermitteln. Den Anfang macht nun Saalfeld, wo wir so etwas wie ein Heimspiel haben, einige Die Hard-Fans, die sich schon freuen, den saarländischen Thrash-Hammer über den Schädel gezogen zu bekommen. Bis dahin vergeht allerdings noch etwas Zeit und ein paar Kilometer Fahrt liegen auch noch vor uns. dort angekommen, fallen uns auch gleich schon die ERADICATORen über die Füße, man lädt den Krempel aus, isst etwas Gulasch, und dann beginnt auch schon der Abend. Mit HAMMERCULT und DISASTER KFW hat man 2 weitere Bands (vor allem letztere ist im Osten seit DDR-Zeiten Kult) eingeladen, zwischen die wir uns positionieren und gleich zu Beginn ordentlich Alarm machen. Die Setlist bleibt unverändert, nur das Arrangement bei „Demon“ wurde zuvor etwas modifiziert, ansonsten ist alles beim alten. Spielen, abgehtechnisch Alarm machen und schwitzen, die Reihenfolge kann beliebig verändert werden. Abseits der Bühne verläuft alles in sehr geordneten Bahnen, man unterhält sich mit den Saalfelder Kumpels, knüpft neue Freundschaften und geht zeitig in die Koje. Schließlich will man am nächsten Tag wieder zeitig zum Mittagessen zurück sein. Zumindest ich!
Zu erwähnen sollte noch sein, dass wir auf der Fahrt den Job des DJs an Mika abgetreten haben, dessen Musikgeschmack für einige von uns stellenweise ziemlich interessant ausfällt.

IMG_7059Playlist Saalfeld:

  • Sentenced – Amok
  • Body Count – Same
  • Tortuga – Pirates Bride
  • Keep Of Kalessin – Reptilian
  • Manowar – Fighting The World
  • White Zombie – Astro Creep 2000
  • Iron Maiden – Live After Death
  • Inifinight – Sea Of Knowledge
  • Run DMC – Greatest Hits 1983 – 1991
  • Wednesday 13 – Fang Bang
  • Judas Priest – Sad Wings Of Destiny

 

23.04.2016, Wiesbaden
Endlich mal wieder ein Gig, nach dem man in aller Ruhe zuhause pennen kann. Wie schön, dass Wiesbaden gleich um die Ecke liegt. Heißt: man kann spät losfahren und ist früh wieder daheim. Das Alter fordert seinen Tribut, so dass ein heimisches Bett für das Kreuz doch um einiges komfortabler ist als Hochbetten, Matratzen und dergleichen. Diese und ähnliche Gedanken schießen (ich wollte gerade „scheißen“ schreiben…) ,mir auf der kurzen Fahrt durch den Kopf, und dann stehen wir auch schon vor der legendären Location, in der wir vor ein paar Jahren eine noch IMG_7086legendärere Abchlussparty mit unseren Kumpels und damaligen Tourmitstreitern von HATRED gefeiert haben. Während WOLFMOTHER direkt gegenüber im Schlachthof ihre meiner Meinung nach grauenvollen Songs ins Publikum hauchen, teilen wir uns mit ERADICATOR, ENTORX und PURIFY die Bühne, um denen einzuheizen, denen WOLFMOTHER ebenso auf den Sack gehen wie mir. Glaub ich zumindest. Denn als Fans von denen wären sie ja schließlich drüben und würden nicht hier im Raum stehen, als wir die Bretter besteigen und unseren Abriss starten.  Der Gig verläuft ohne spektakuläre, nicht erwartete Vorkommnisse, die Zeit verfliegt wie immer viel zu schnell, und – schwupps – sitzen wir auch schon wieder im Auto. Eingequetscht auf der Rückbank hat man nun die Wahl, die Fahrt zu verpennen oder über vegane Bolognese zu sinnieren. Man kann aber auch einfach beides tun…nur eben nicht gleichzeitig!

Playlist Wiesbaden:

  • Godslave – Thrashed 2
  • Godslave – Into The Black
  • Blizzen – Genesis Reversed (Advance)
  • Edguy – Vain Glory Opera

 

30.04.2016, Ulm

IMG_7112Heute steht Sport auf dem Programm. Wenn man schon in Ulm ist, muss man auch auf jeden Fall den Turm des Münsters erklimmen. Scheißegal, ob man das schon mal gemacht hat, oder nicht (Anmerkung Bernie: der Unterschied waren diesmal knappe 300 Stufen, die wir bis GANZ oben auf den höchsten Kirschturm der Welt hinter und gelassen haben, allerdings nur zu viert, siehe unten ;)). Schließlich gibt es jedes Mal scheinbar einen neuen Cache zu finden (remember: Schnitzeljagd für Nerds), also müssen wir da nach ein paar Stunden Fahrt durch, bzw. hoch. Bei dem Verfasser dieser Zeilen resultiert der Lauf im Kreis in einem Zusammenbruch des Kreislaufs, so dass nach der Hälfte des Aufstiegs für mich Schluss ist. Das letzte bisschen Kondition wird somit für den Gig abends aufgespart, bei dem auch unsere Split-Kumpels von TORMENT TOOL am Start sind. Die kleine, aber sehr feine Bühne (überaus geile Bühnendeko) wird mal wieder ausgiebig genutzt, dieses Mal aber zumindest nicht zum Pennen. Der Gig (wie auch der ganze Abend) zieht im Eiltempo an uns vorüber, die leckeren gefüllten Paprikas vom Catering werden in energetischer Manier einer Schnellverdauung unterzogen und wieder ausgeschwitzt, und schon ist das ganze Spektakel vorbei. Wieder einmal zollen wir danach unserem Alter Tribut und
verschwinden recht schnell in der gebuchten Pension. Schließlich will man zeitig zuhause sein (Mama hat Geburtstag und es gibt leckeren Kuchen), was ein frühes Aufstehen unerlässlich macht. Kurz noch den Frühstücksraum inspiziert, die leckersten Brötchen ever verköstigt, und schon geht’s zurück Richtung Heimat.

Playlist Ulm:IMG_7105

  • Godslave – Thrashed 3
  • Godslave – In Hell
  • Heretic – Breaking Point
  • Primal Fear – Nuclear Fire
  • Riot – Thundersteel
  • Riot – Thundersteel
  • Megadeth – Dystopia
  • Epilogue – Weapon Of Truth
  • Nothung – Born To Face The Wind (bis die motherfucking CD stecken bleibt und erst am nächsten Tag wieder rauskommt… argh)

06.05.2016, Bottrop

Am Anfang einer Tour freut man sich, dass es endlich los geht, am Ende freut sich der Körper dagegen, dass endlich mal wieder Schluss ist . Und wenn dieser Termin auf einen Freitag gelegt wird und dadurch sichergestellt ist, dass man den Großteil des Wochenendes daheim verbringen darf (das Alter!!!), dann ist das natürlich umso großartiger. Und da Freitag ist, geht es erwartungsgemäß auch erst später auf die Straße. Es gibt ja schließlich Leute in der Band, die meinen, unbedingt noch arbeiten zu müssen, während ich mich mit einem langweiligen Urlaubstag rumschlagen muss. Aber egal, so kann ich wenigstens noch mit Oma einkaufen gehen, bevor es auf große Fahrt Richtung Ruhrgebiet geht. Der Auftrittsort entpuppt sich als geiler Laden mit noch geilerer Currywurst + Pommes (inkl. einer halben Flasche Mayo auf den Fritten), die Laune ist prächtig, und der richtige Rahmen für eine Abschlussparty ist gesteckt. Und natürlich für den ein oder anderen Schabernack. Bei der letzten Tour hatten wir das Intro von ERADICATOR bekanntlich vertauscht. Statt des „Imperialen Marsches“ ertönte damals das Star Trek-Theme. Ich kann mir vorstellen, dass die Jungs dachten, wir würden so etwas wiederholen. Froh und fast schon erstaunt ihre Blicke, als dann doch der Marsch ertönt. Das Aufatmen hält allerdings nur so lange an, bis die Erkenntnis reift, dass Star Wars-Mucke wunderbar zum „Benjamin Blümchen“-Song passt. Bassist Zoppe spuckt vor Lachen sein Wasser aus, als auf einmal das weltberühmte „Törööö“ erklingt, auch im Zuschauerraum gibt es kein Halten mehr, und Sebas „Ich hab´s doch gewusst“-Blick ist einfach unbezahlbar. Dagegen ist unser feuchtfröhlicher Besuch auf der Bühne mit Störattacken fast schon bieder, aber dennoch lustig. Das alles ist aber nichts gegen die Großartigkeit, die die kleine Bande sich für uns ausgedacht hat. Kommen einfach zu uns auf die Bühne, klauen uns die Instrumente und zocken 3 Metallica-Songs. Manch einer von uns ist gar nicht mal so traurig über diese Zwangspause, hat man doch die Möglichkeit, sich zu akklimatisieren und den Schweiß trocknen zu lassen. Ansonsten soll an diesem Abend bis zu unserer Rückkehr in das gebuchte Hostel nicht mehr viel Spektakuläres passieren.

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Dort angekommen (mit Zoppe als sechstem Mitfahrer, der Jung will tatsächlich in unserem Zimmer pennen und am nächsten Morgen per Zug weiterfahren), empfängt uns auf dem Balkon zum Vorhof eine kleine Gruppe, aus denen eine weibliche Stimme herausragt. Wie wir von Zoppe – der natürlich gleich die Chance auf Beischlaf sieht und schnurstracks deren Zimmer entert, erfahren, handelt es sich um ein Pärchen in schon etwas gehobenerem Alter, das wegen uns zum Gig kam. Godslave-Fans eben, wie der ERADICATOR-Bassist später zerknirscht zugeben muss. Während seiner kleinen „Reise“ haben aber auch wir nicht zu wenig Spaß. Mit ein bisschen Alkohol im Kopf fällt es leicht, sich in einem Hotelzimmer wie ein Rockstar aufzuführen. Da aber der Fernseher an der Wand hängt und sich somit nicht zum Wurf aus dem Fenster eignet, beschränken wir uns auf lautes Reden und Lachen, so dass irgendwann der Hotelmanager (oder Hausmeister) in der Zimmertür steht und um Ruhe bittet. Rock´n´Roll light sozusagen, dafür aber richtig! Und damit geht auch dieser Abend zu Ende, der Morgen graut, man haut sich ein kleines Frühstück in den Bauch und macht sich zeitig auf den Heimweg. Der dieses Mal noch recht kurz ist, im Gegensatz zu dem in ein paar wenigen Wochen…

Playlist Bottrop:13139313_10154182322727002_3710406317258315332_n

  • Godslave – Thrashed 4
  • Godslave – Whatever We Want
  • Uncle Slam – Will Work For Food
  • Running Wild – Pile Of Skulls
  • Demolition Hammer – Epidemic Of Violence
  • Krokus – Heavy Metal Rendezvous
  • Vicious Rumors – Digital Dictator
  • Hyades – And The Worst Is Yet To come
  • Grave Digger – Heart Of Darkness
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