Tour Diary – Thrash Awakens Tour 2016 – Part 2

08.04.16 Goslar12650790_10153929522282002_4674203563957276185_n

Es war einmal, vor langer Zeit, in einer weit, weit entfernten Galaxis….

Täääääääääääääää tä tä tääää,

Tätärä tä tä tä tä tä Tä tä tä tä tä
Da da da Daaaaaaaaaaaaaaa
DAAAAAAAAAAAAAAAA

da da da DAAAAAAAAAA da
da da da DAAAAAAAAAA da

Tä tä Tä-TÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ!!!!!

Saarbrücken. Die Crew ist im Tumult. Der Leadgitarrist der Band Godslave verbringt ein geruhsames Wochenende im Kreis seiner geliebten: Kind und Frau. Nichtsdestotrotz stehen zwei Gigs mit den Sauerländer Thrashern von Eradicator in Goslar und Hannover an. Der brenzligen Lage bewusst und die Aufführung des Materials der neuen Scheibe mit nur einem Gitarristen scheuend, wenden sich die verbliebenen Godslaveristen vertrauensvoll an ihre letzte und häufig frequentierte Hoffnung: den Manni.

Playlist Hinfahrt:

  • Austrian Death Machine – Total Brutal10399861_10154077296532002_286162656454271849_n
  • Messenger – Novastorm
  • Death – Symbolic
  • Godslave – Out of the Ashes
  • Godslave – Thrashed Vol 1
  • Eradicator – Slavery
  • Paragon – The Law of the Blade

Ja, im Hintergrund läuft der aktuelle Star Wars Film „The Force Awakens“, das möchte ich auch gar nicht abstreiten. Ein Fanboy steht zu seinem Nerdtum! Also, die Jungens um Bernie haben wiedermal meine Dienste erbeten und so darf ich für zwei Gigs und ein erlebnisreiches Wochenende den lieben Herrn Meyer wieder einmal an der Gitarre vertreten. Und wer den Manni bucht, der bekommt das volle Paket: meyereskes Verhalten, unangebrachte Kommentare und fragwürdige Äußerungen und Verhaltensweisen inklusive 😀
Treffpunkt ist kurz nach 12 am Proberaum an diesem herrlich sonnigen Freitagmittag…. was bei mir allerdings schon mal nicht hinhaut, weil meine geliebte Karre in Friedrichsthal den Dienst verweigert. Die Jungs sind also so freundlich und packen ohne mich und sacken mich in Friedrichsthal ein. Die Fahrt beginnt. Ich nehme eines vorweg: Ja, ich stricke. Mehr dazu später.
Mika navigiert, Bernie fährt, Tobi ließt und so kann ich ungehindert mit Thommy rummachen, auch mal schön, sonst sitzt der nämlich immer nur vorne und spielt an sich selbst rum.
Wir erreichen Goslar gegen 17:00 und platzen in den Soundcheck von Casus rein, nehmen die Location in Augenschein und beginnen mit dem Ausladen. Zudem wird der Backstagebereich gesichert und unter Kontrolle gebracht, sehr zum Leidwesen von Paragon, wie ich später feststellen muss. Die Eradicatöre treffen ein und wir beginnen mit den Vorbereitungen der Show, sprich: mit dem Trinken. Der wahre Hit des Abends scheint mein YT-1300 Schemetic-Shirt zu sein, was den Nerd-Kumpels von Eradicator sehr zu gefallen scheint. Ich bin in den Club aufgenommen und keiner schöpft verdacht… Dann wird bemerkt, dass ich ja gar nicht der übliche Meyer bin, ich gebe allerdings mein bestes, mir meine Entrüstung über meine anscheinend nicht recht überzeugende Impression nicht anmerken zu lassen.
Der Gig beginnt. Das Goslaer Publikum ist anfangs ein wenig zäh, taut aber nach hinten hin noch ein wenig auf und hier und da wird sogar abgegangen. Mika scheint auf Zärtlichkeiten aus zusein, ständig sehe ich hinter mich und bemerke den guten halb kniend ins Mikro keifen und mir dabei laszive Blicke zuzuwerfen. Oder es waren hilfesuchende Blicke, weil der Mikroständer an einer Tour der Erdanziehungskraft nachgab…. Aber ich glaube, der ist einfach scharf auf mich und neidisch, weil er navigieren muss und ich nun mal ausschließlich Thommy gehöre.
Dann wird bei Ali-Baba gespeist, der heute das Geschäft seines Lebens macht! Wenn wahrscheinlich auch nur ein Minusgeschäft, aber egal! Mit solchen Korinthenkackereien wird sich hier nicht aufgehalten! Genächtigt wird in einer ausrangierten Villa, die als Motel dient. Auspennen ist leider nicht, weil gewisse Leute mir signifikant geringerem Charme-Level als ich morgens um
9 auf dem Flur randalieren.

09.04.16 Hannover

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Von Pitti aufgeweckt und von Thommys erbarmungsloser Vorhang-Aufreißerei jäh aus dem Schlaf gerissen beginnt der Tag. Der letzte Abend war kräftezehrend. Pitti und ich haben unsere Charme-Level an betrunkenen Konzertgängern gemessen, verglichen und eines dabei festgestellt: der Gute ist total verskillt. Ich bin so fair und rechne mir das nicht als Sieg an.
Also dann, Duschen. Es sei an dieser Stelle betont, dass das geilste auf Tour definitiv eine hygienische Duschmöglichkeit ist. Das und gelegentlichen Rosettenschlemmen von Thommy. Aber hauptsächlich die Duschmöglichkeit. Mit Thommys Sabber am Arsch will man nicht länger rumrennen als nötig.

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Nachdem jeder hygienisiert wurde trifft man sich vorm Motel und beschließt das weitere Vorgehen für den Tag: Cachen, Frühstücken…. Cachen und dann wird spontan weitergekuckt. Wir flanieren also durch Goslar, nehmen die durchaus beschauliche Altstadt in Augenschein und Frühstücken dann ausgelassen. Die Jungs nehmen Kaffee, Mika und ich nehmen Tee. Mika v verzichtet auf den „Atme dich Frei“-Tee mit Verweis auf die Unmännlichkeit des Namens und bestellt einen Pfefferminz-Tee.  Mir egal, ich nehme den Atem-Tee, immerhin stricke ich auf Tour auch an einem Sackwärmer für Bernie.
Dann wird der Nordturm der Kirche bestiegen und weitere Caches gesucht, wir treffen die Eradicatöre schon seeligst besoffen auf dem Marktplatz, ziehen weiter und fallen ca. 3 Stunden später wieder in der selben Location ein und nehmen einen Kaffe vor der Weiterfahrt nach Hannover. Also die Jungs. Ich penne im Sitzen.
Playlist Überfahrt:

  • Motörhead – Sacrifice
  • Occult – The Enemy Within

Weiter nach Hannover. Ich penne im Sitzen. Wir erreichen die Übernachtungsmöglichkeit und ich melde mich freiwillig als Führer für die Nacht. Fahrer, entschuldigung. Da kam der Weltkriegsbegeisterte Geschichts-Geek wieder hoch, eine Eigenschaft, die ich mir scheinbar mit Eradicator’s Robert teile. Guter Mann!
Die Konzertlocation ist ein verlassenes Freibad jenseits der Hann. Wenn man Tobi glauben darf wurde Hannover damals von den amerikanischen Besatzungskräften umbenannt, weil sie zum vorrücken über die Hann mussten (Hann-Over, verstehste?). Leider fehlen mir die Quellen und das Wissen zum Fakten nachprüfen, klingt allerdings sehr plausibel.

Der Gig in Hannover ist alles, was man sich als Musiker wünscht: Sehr guter Sound auf der Bühne, ausgelassene Stimmung vor der Bühne, familiärer Umgang mit den Bandmitglieder und Koks und Nutten Backstage. Nein, kleiner Scherz! Von familiären Umgang kann keine Rede sein und ich beneide Meyer, der gerade mit Kind auf dem Bauch auf der Couch liegt und paar Tage Urlaub von diesem Lumpenpack hat. Bei Vodcarnivore wird wieder ins Publikum gegangen und jeder dritte schüttet mir Drinks in den Hals, während ich am spielen bin. Gut, dass die nicht wissen, dass ich heute Abend fahren muss 😀 Pitti bekommt seinen Lapdance von mir, irgendwer kippt mir Cola-Whiskey in den Hals und der Gig ist vorbei. Sehr, sehr, SEHR GEIL, Hannover und Danke dafür! Einen würdigen Abschluss kann man sich als Aushilfs-Tour-Gitarrist nicht wünschen. Das Publikum war grandios und die Stimmung hat sich entsprechend auf die Bühne übertragen!
Dann wird angeregt über Chemtrails diskutiert, ich und Pitti richten eine Alkoholleiche wieder auf und dann prügele ich Bernie’s Karre durch die Hannoveraner Stadtmitte zurück zum Schlafplatz. Heimfahrt, alle schiwtzen, ich stricke, KISS’ Destroyer hat scheinbar erstmals eine Technik namens „Spontan Fade-Outs“ etabliert zu haben und Mika scheint was gegen Penen zu haben,
zumindest auf Mitteilungswänden in Übernachtungsmöglichkeiten, für die er gebürgt hat.

PS: Gurtpins, Meyer. Gurtpins. 😉

Playlist Rückfahrt:

  • Panic – Epidemic
  • Dimmu Borgir – Godless Savage Garden
  • Tankard – B-Day
  • Offspring – Conspiracy of One
  • Kiss – Destroyer
  • Nocturnal Rites – New World Messiah
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