Tour Diary – Thrash Awakens Tour 2016 – Part 1

19.03.2016 Saarbrücken, Kleiner Klub

2016-03-19 16.44.11Neues Album, neue Tour, neue Release-Party. Oder in anderen Worten: endlich gehts wieder los. Wahrscheinlich wird die Begeisterung in ein paar Wochen nach mehreren stundenlangen Fahrten im Kombi etwas abgeklungen sein, aber im Moment überwiegt die Vorfreude. Start dieser Tour ist natürlich die Release-Party zu unserem neuen Rundling „Welcome To The Green Zone“, und für die haben wir zusammen mit unserem Tourpartner ERADICATOR noch die jungen Wilden von HELL PATRÖL an Land ziehen können. Diese heizen dann auch den Klub schon mal ordentlich auf, während wir uns unter die Leute mischen, das ein oder andere Gespräch mit schon länger nicht mehr gesehenen Fans/Kumpels/Bekannten führen und uns am kalten Büffet (Danke an Freundinnen, Mütter und backende Drummer) den Wanst füllen. Die Zeit fliegt, und ehe wir uns versehen, stehen wir auf der Bühne und hauen den anwesenden die Verwirrtheit angesichts unseres nicht ganz alltäglichen Intros aus dem Gesicht. Statt des ganzen Albums haben es mit „Green Zone“, „So Let It Burn“, „My Journey“, „Idolized“, „Demon“ und „Bloodbound Pack“ fünf Songs in den Set geschafft. Die restliche Spielzeit (insgesamt eine Stunde) wird mit bewährtem, altem Material gefüllt, und zugegebenermaßen funktionieren alte und neue Songs zusammen ziemlich perfekt. Finden wohl auch die Leute vor der Bühne, die uns einmal mehr zu Höchstleistungen anspornen (und das neue Material ist tatsächlich Höchstleistung für die Gitarristenhand!) und ihren Spaß haben. Wir im Übrigen ebenso, so dass die Stunde nach 60 Minuten (hähä) und dem bewährten Rausschmeißermaterial („I Am Legion“/“Scolar Eclipse“/“Vodcarnivore“) wieder einmal zu schnell vorbei ist. Für den Verfasser dieser Zeilen heißt es im Anschluss schnell die Siebensachen zusammen packen und sich recht schnell von der Party zu verabschieden. Schließlich will der Nachwuchs zuhause noch gefüttert werden.

26.03.2016 Büßfeld, M.I.S.E. Warm Up

2016-03-26 21.09.06Heute beginnt unser Arbeitstag recht spät. Eigentlich beginnt er erst morgen, Stagetime 00:30, so dass wir erst um 17 Uhr das Hauptquartier verlassen. So kann man vorher noch in aller Ruhe mit der Oma einkaufen gehen und allerlei sonstige wichtigen Dinge tun. Nach einer nicht ganz so langen Fahrt kommen wir also in Büßfeld an und staunen nicht schlecht über die professionelle Herangehensweise der Veranstalter, die Menge an Zuschauern und die leckere selbstgemachte Pizza vom Cateringstand. So vergehen die Stunden bis zum Auftritt doch recht schnell. Und auch hier gelingt es, die Leute auf unsere Seite zu ziehen und zusammen eine ordentliche Party zu feiern. Bis auf 2 Songs, die aufgrund der „normalen“ Spielzeit entfallen, ziehen wir unser Programm durch und verlassen am Ende ziemlich durchgeschwitzt die Bühne. Danach geht’s auch zeitig in die Koje, schließlich haben wir aufgrund der Zeitumstellung eh eine Stunde weniger zum pennen, andererseits will man am Ostersonntag auch nicht so ganz spät am Mittagstisch der Eltern/Schwiegereltern erscheinen. Die netten Kollegen pusten dann auch in Rekordzeit unsere Luftmatratzen auf (Kompressoren regeln!) und weisen uns den Schlafplatz in einem als Kapelle umgebauten Saal zu. Während die Kollegen unter einem großen Kreuz nächtigen dürfen, zieht sich der Verfasser dieser Zeilen in die hintere, abschließbare Schnarchecke zurück und träumt vom österlichen Schweinefilet. Morgens, als der Hahn kräht, ist dann auch die Nacht vorbei, ein kurzes Frühstück wird noch schnell verputzt, und dann sind wir auch schon wieder auf dem Heimweg. Mit jedem Kilometer kommt das Stück Fleisch näher…jammi!!!

Auto-Playlist:

  • Metal Church – XI
  • Inmoria – Invisible Wounds
  • Die Ärzte – Auch
  • Vektor – Terminal Redux
  • Slavery – Beauty Bastard
  • Destinys End – Breathe Deep The Dark

 

02.04.2016 Tübingen, Epplehaus Metal Night

2016-04-02 17.26.27Mir wurde mal gesagt, Tübingen sei ein teures Pflaster, gerade was das Wohnen angeht. Keine Ahnung, ob dem tatsächlich so ist. Falls ja, frage ich mich aber: wie können sich die ganzen Studenten das dann leisten? Aber scheißegal, muss ja nicht meine Sorge sein! Das sind in etwa die Gedanken, die mir durch den Kopf geistern, als wir in der Stadt ankommen und uns zu Fuß zum Schloss aufmachen. Schließlich muss dort irgendwo ein Cache versteckt sein (für die älteren: so was ähnliches wie eine Schnitzeljagd), den es zu finden gilt. Das erste, was wir finden, ist allerdings eine lustige und stellenweise sehr ansehnliche Gruppe, die einen Junggesellinnenabschied feiert. Nachdem wir der nun wohl verheirateten Braut für jeweils 2-3 Euro ein Herzchen aus der Hose geschnitten haben (als Dank gabs nen kleinen Schnaps) ging es mit der Schnitzeljagd weiter und der Schatz wurde auch bald darauf entdeckt. Hallelujah! Läuft!!! Und was macht ein Wanderer, wenn er nach Hause kommt? Genau, er isst erst mal was. Und was isst der Wanderer am liebsten? Richtig, Schweinebraten mit Klößen und Rotkraut. Die Betreiber des Epplehauses sind wahre Hellseher und servieren kurz 2016-04-02 18.07.28nach Ankunft eben diesen kulinarischen Hochgenuss. Man kann über Schwaben sagen, was man will, aber mit Essen kennen sie sich aus! Und nicht nur der Magen füllt sich immer weiter, die Location tut es diesem mit der gleichen Intensität gleich, so dass während der ersten Band TOXIC WALTZ die Hütte immer voller wird und wir vor einer wirklich stattlichen Menge auf die Bretter steigen. Und heute gibt es von allen Seiten tatsächlich kein Halten mehr, die Stimmung kommt der in unserer Heimatbasis Saarbrücken sehr nahe, so dass am Ende lauthals eine Zugabe gefordert wird. Zum Glück klappt „God Slave The Queen“ auch ohne vorheriges Proben recht gut, was mich angesichts des hochkomplexen Songaufbaus doch etwas wundert. Dass ich nach dem Gig mal wieder komplett nass geschwitzt bin (obwohl ich mich angeblich zu wenig bewegt habe), muss wohl nicht extra erwähnt werden. Kurz nach dem Verlassen der Bühne gehen dann THE PROPHECY 23 auf dieselben und scheinen sehr amtlich abzuräumen. Wir hingegen feiern noch kurz Thommys Geburtstag, indem wir seinen von uns geschenkten Whiskey zur Hälfte leeren, begeben uns im Anschluss aber recht zeitig in die Koje. Die liegt 2 Stockwerke über der Bühne und lädt mit 3 Hochbetten zum nächtigen ein. Ich Idiot musste natürlich vorher unbedingt auf die obere Matratze bestehen, ohne mir das Bett mal genau anzuschauen. Erstens gibt’s kein Gitter, das einen zappeligen Menschen wie mich vor einem Fall aus 2 Meter Höhe bewahrt, und ohne Leiter ist der Aufstieg auch nicht ganz einfach zu schaffen. Nicht auszudenken, wenn ich nachts meine Blase entleeren (also pissen) muss und meinen Astralkörper im Anschluss wieder in luftige Höhen schaffen muss. Nee, nee, da lobe ich mir das Matratzenquartier 2 Zimmer weiter, in das ich mich schnellstens verziehe. Bin ja schließlich nicht mehr der Jüngste! Und kaum, dass ich selig geschlummert habe, ist auch wieder die Nacht vorbei und ein kurzes Frühstück erwartet uns, bevor es wieder gen Heimat geht. Heute gibt’s bei den Schwiegereltern übrigens Geschnetzeltes mit Reis…jammi!!!

Auto-Playlist:

  • Godslave – Bound By Chains
  • Suicidal Tendencies – Lights Camera Revolution
  • Unleashed – Across The Open Sea
  • Hatred – War Of Words
  • Gamma Ray – Somewhere Out In Space
  • Nocturnus – The Key

2016-04-02 17.33.41 2016-04-02 19.35.24 2016-03-26 17.15.32

Follow us
Dates
Bandsintown