Tour Diary – MISE Open Air, 16. Juni 2017

Von der Zuverlässigkeit von Autovermietungen und dem alten MISE-Peter

Das menschliche Gehirn. Eine bezaubernd atemberaubende und ehrfurchteinflößende Maschine. So unvorstellbar viel Speicherplatz, schier endlose Simulationsmöglichkeiten und die Tiefe des eigenen Geistes, in der man sich scheinbar endlos lang verlieren kann…
Nutzt einem aber alles nix, wenn man sich an die genaueren Umstände der letzten beiden Gigs kaum noch erinnern kann, weil sie länger als 3 Tage zurück liegen. Aber der schlaue Mensch von heute macht sich auf seinem Smartphone Notizen zu allem, weil er den Verfall des eigenen Rechenapparats mittlerweile einschätzen kann!

Also, Notiz sagt: 18. Juni, heißt ich habe wie erwartet innerhalb des 3-Tages-Rahmens die Notizen für unseren Gig am 16.06.17 auf dem M.I.S.E. Open Air Festival angefertigt. Und was für ein Fest das war! Steht so zumindest in meinen Notizen.

Ich hab mich also aus irgend einem Grund mit den vier hässlichen Gestalten am Proberaum getroffen. Irgendwie war an dem Morgen auch noch irgendwas anderes, weshalb ich ein wenig spät dran war, weiß ich aber nicht mehr. Aus dem Whats-App-Chatverlauf ergibt sich aber, dass wir an dem Tag einen Bus beladen und freudig ins Tourwochenende aufbrechen!! Nur erinnere ich mich dunkel an eine gemütliche Autofahrt mit dem einen anderen Langhaarigen mit dem schmalen Bärtchen.

Ah ja, Chat meint, dass die Autovermietung keinen Bus für uns hatte, obwohl das im Vorfeld so abgemacht war. Naja, anscheinend sind wir dann mit 2 Privatautos gefahren und doch irgendwie angekommen. Ich und der nette ältere Herr fahren also gegen 12:30 irgendwann am Proberaum los, unterhalten uns wahrscheinlich über die wirklich wichtigen Probleme der Welt (höchstwahrscheinlich irgendwas mit der hässlichen Blondine im Weißen Haus) und hören laut Notizen Musik dabei. An den Texten fürs kommende Album wollten wir auch feilen, was sich beim Autofahren allerdings als kontraproduktiv herausstellt.

Wir erreichen das Festivalgelände und inspizieren den Backstage-Bereich. Schön viel Platz hat man da um Equipment abzustellen, es gibt einen Extra Bierausschank für den Bereich und Essen kann man dort auch ordern! Alles in allem ist man auf dem Festival sehr gut umsorgt, ein Blick in den Geldbeutel verrät, dass ich gerade im Moment noch zwei Essensmärkchen über habe, was wohl heißt, dass ich weniger gegessen habe als ich hätte können. Und ich mache im Regelfall keine Gefangenen, wenn’s um Essen geht!

Fan-Kontakte werden gepflegt, der gute alte Marco wird geknuddelt und wir bereiten uns kurz aber intensiv auf den Auftritt vor.
Auch die Stage-Hands und Technik liefern einwandfreie Arbeit ab und sind wie eine dritte Hand am Leib! Alles in allem erinnere ich mich (soweit möglich) nicht an viele Gelegenheiten, bei denen man als Band so gut von der Stage-Crew unterstützt wurde. Großes Lob an dieser Stelle!

Während dem Gig stelle ich fest, dass ich so weit weg von zuhause doch bekannte Gesichter antreffe, die ich schon viel zu lange nicht mehr gesehen habe! Und was gibt’s schöneres, als einen alten Freund im Publikum zu erspähen und nach dem Gig einen über den Durst zu kippen? Abgesehen von Lohnsteuerrückvergütung und mit einem Blowjob geweckt zu werden… es sei denn du bist im Knast oder auf Tour, in dem Fall ist jede andere Weckmethode bevorzugt!

Backstage treffe ich dann neben den hübschen Boys von NIGHTLASER und den chilenischen Hammer-Thrashern von NUCLEAR auch noch Henny Wolter von NITROGODS. Netter Geselle der Gute! Und eh ich mich versehe sitzen vier Musiker an einer Bierzeltgarnitur, bequatschen Festivalorganisation, Primal Fear und die Schockmeldung des Abends: Helmut Kohl ist geplatzt, steht zumindest in meinen Notizen.

Sichtlich angetüdelt, randvoll gefressen und glücklich bauen wir die Zelte irgendwann nach Einbruch der Nacht ab und verabschieden uns ins Hotel. Auf dem Weg dorthin werden lustige, aber extrem fragwürdige Gespräche aufgezeichnet und …. die Notizen sagen irgendwas von „Poop-Bonding“… keine Ahnung.

Im Hotel angekommen wird ohne Umwege geschlafen! Am nächsten morgen haben wir dann wohl geduscht, uns angekleidet und etwas gefrühstückt. Für die Reihenfolge übernehme ich aber keine Haftung. Und JA, netter älterer Herr mit schmalem Bärtchen: Wenn man die Zahnabdrücke in seinem Nutella-Brot nicht in der Butter sehen kann, dann ist zu wenig Butter auf dem Brot!
#Fett4Life
#ThereIsNoThingLikeTOOmuchButter!
Auf nach Göttingen!

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